Schlafstörungen behandeln – Ratgeber

Schlafstörungen behandeln – Ratgeber

„Jeder Mensch sollte seine bestehenden Schlafstörungen behandeln, um sich wieder erholt und gesund zu fühlen“

Probleme beim Ein- und Durschlafen, nächtliches Aufstehen, Müdigkeit und Trägheitsgefühle am nächsten Tag, Aufwachen vor dem Wecker, ewiges Wenden im Bett, unruhige Nächte, … Schlafstörungen machen sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar und können die verschiedensten Ursachen haben.

schlafstörungen behandeln

„Gute Nacht!“ Jeder kennt diese Worte, die man sich regelmäßig vor dem Schlafen gehen wünscht. Jedoch bleibt es für viele Menschen oft bei dem Wunsch, denn das Ein- und Durchschlafen will dann doch nicht so wirklich zu funktionieren. In Deutschland schlafen ca. 80 % aller erwerbstätigen schlecht. Davon ist jeder zehnte Arbeitnehmer (ca. 9,5 %) von beeinträchtigter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung bis hin zu schweren Schlafstörungen (Insomnien) betroffen. Dabei leiden Frauen mit ca. 11 % sogar noch häufiger an Schlafproblemen als Männer (ca. 8 %). Seit 2010 nahmen die Fälle von schweren Schlafstörungen sogar um über 60 % zu. Viele der Betroffenen greifen zur Selbstmedikation, um ihre Schlafstörungen behandeln zu können. Im Vergleich zu 2010 werden heute ca. doppelt so viele Schlafmedikamente eingenommen.

Wie bei allen anderen Problemen gilt auch bei Schlafstörungen: Auch hierfür gibt es eine Lösung!

Schlafstörungen behandeln – Was sind eigentlich Schlafstörungen?

Schlafstörungen äußern sich am häufigsten in Form von Schwierigkeiten beim Ein- oder Durchschlafen und / oder in täglicher Müdigkeit und Trägheit. Jeder von uns durchlebt teilweise stressige Situationen oder Phasen körperlicher Erkrankungen, in denen es durchaus vorkommen kann, dass der Schlaf etwas auf der Strecke bleibt und wir nicht die nötige Erholung erhalten, die wir benötigen. Das ist absolut normal und stellt keine Form der Schlafstörung dar! In diesem Fall ist es nicht notwendig, Schlafstörungen behandeln zu lassen. Überschreiten diese Probleme jedoch den Zeitraum von ca. einem Monat, sollten die Ursachen dafür erörtert werden, um die Schlafstörungen behandeln zu können.

Das Schlafbedürfnis schwankt individuell von Mensch zu Mensch. Es gibt keine festgelegte Stundenzahl, die es in der Nacht einzuhalten gilt. Einige kommen mit 6 Stunden Schlaf aus, wohingegen andere mindestens 8 Stunden Nachtruhe benötigen, um Energie für den Tag zu sammeln.

Was jedoch feststeht: Ein erholsamer und ausreichender Nachtschlaf ist besonders wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Die Gründe dafür erfahren Sie im Folgenden.

Schlafstörungen behandeln – Warum Schlaf für uns so wichtig ist?

Zunächst schauen wir uns jedoch einmal die Bedeutung von Schlaf an.
Ausreichend Schlaf dient in erster Linie dazu unsere „Batterien“ wieder aufzuladen. Zusätzlich lernen wir im Schlaf, da das menschliche Gehirn in der Nacht die aufgenommenen Informationen des Tages verarbeitet und diese sortiert und ordnet. „Im Schlaf abnehmen“ – In diesem Spruch steckt tatsächlich ein Stück Wahrheit, denn in der nächtlichen Ruhephase sorgt der Körper für die Reparatur der Zellen und den nötigen Abtransport von Stoffwechselprodukten.

Wer also dafür sorgt, dass der Körper diesen Job in Ruhe erledigen kann, fördert somit gleichzeitig die Fettverbrennung und die Straffung des Bindegewebes. Genügend Schlaf trägt außerdem zu einer Stärkung des Immunsystems, mentaler Ausgeglichenheit, sowie besserer Stoffwechselfunktionen bei.

Schlafstörungen behandeln – Was sind Ursachen für Schlafstörungen?

Um Schlafstörungen behandeln zu können, ist es vorab wichtig zu verstehen, wie diese überhaupt entstehen und was mögliche Ursachen dafür sind.

Im Folgenden finden Sie einige Ursachen, die Sie am Ein- und Durschlafen hindern und Ihre Schlafqualität negativ beeinflussen können:

  • Schlechte / stressige Arbeitsbedingungen
  • Termindruck
  • Leistungsdruck
  • Schichtarbeit
  • Überstunden
  • Ständige Erreichbarkeit
  • Abendliche Smartphone-/ Computer-/ TV-Nutzung
  • Schlechte Schlafumgebung (Lärm, Lichtverhältnisse, etc.)
  • Üppige Mahlzeiten vor dem Schlafen gehen
  • Unregelmäßige Schlafenszeiten
  • Psychosoziale Probleme
  • Psychiatrische Erkrankungen
  • Sonstige Erkrankungen
  • Drogen- und Medikamente

Wie diese Auflistung zeigt, gibt es eine Vielzahl an Ursachen, die die Schlafqualität negativ beeinflussen können. Dabei lassen sich diese grob in zwei Gruppen einteilen: direkt beeinflussbar und nicht direkt beeinflussbar (was nicht gleichzusetzen ist mit heilbar und nicht heilbar!).

Bei den nicht direkt beeinflussbaren Ursachen handelt es sich um psychiatrische oder andere Krankheiten, die es meistens nicht ermöglichen, unmittelbar und ohne zusätzliche Hilfe die Schlafstörungen behandeln zu können. In diesem Fall sollten Betroffene Ihre Probleme einem Arzt schildern, der die nötigen Untersuchungen durchführt und Hinweise zur Therapie gibt, wie Sie gemeinsam Schlafstörungen behandeln können.

Denken sie dabei daran: Nur die wenigsten Menschen gehen gerne zum Arzt. Dennoch sollte dies kein Grund sein, diesen Besuch vor sich herzuschieben oder gar zu unterlassen. Führen Sie sich immer das Ziel vor Augen, wieder ausreichend Schlaf zu erhalten und nicht mehr nur übermüdet den Tag zu überstehen. Jedem von uns steht ein erholsamer Nachtschlaf zu!

Doch nun einmal zu den direkt beeinflussbaren Ursachen von Schlafproblemen. Wenn Sie sich die Ursachen-Liste nochmals genau anschauen, werden Sie erkennen, dass viele Probleme selbstgeschaffener Natur sind. Im Bett noch schnell einige E-Mails beantworten, noch einen Film auf dem Laptop oder Tablet schauen, mit dem Smartphone noch 20 Minuten im Internet surfen. Wenn das Smartphone zur Seite gelegt wird, dann aber natürlich in griffbereiter Reichweite, wir könnten ja sonst etwas verpassen. In einer Zeit ständiger Erreichbarkeit, in der jedermann „immer online“ ist, machen wir uns teilweise mehr Stress als eigentlich nötig. Der Körper benötigt Zeit, um komplett abzuschalten und sich auf den Schlaf einzustellen. Geben Sie Ihrem Körper diese Zeit.

schlafstörungen behandeln_3Üppige Mahlzeiten vor dem Schlafen gehen machen es dem Körper ebenfalls schwerer einzuschlafen. Die Nahrungsaufnahme kurz vor dem Schlaf sollte aus einer leichten Mahlzeit bestehen.
Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Ein regelmäßiger Schlafrhythmus mit regelmäßigen Schlafzeiten gilt als eine der wichtigsten Prämissen für einen erholsamen Nachtschlaf.

Auch können wir unser Schlafumgebung positiv zugunsten unseres Schlafes beeinflussen. Die  Raumtemperatur sollte ca. zwischen 15 – 19° C liegen. Geräusche und Störfaktoren sind aus dem Schlafzimmer zu entfernen, um die nötige Ruhe für die Nacht zu gewährleisten. Besonders entscheidend ist außerdem das Schlafzimmer komplett abzudunkeln. Phasen der Dunkelheit sind wichtig für Stoffwechsel und Hormonhaushalt. Das Schlafhormon Melatonin, welches ausschließlich im Dunkeln produziert wird, kann bei zu viel Licht beeinflusst werden, was sich wieder auf andere Prozesse auswirkt, wie z.B. die Verarbeitung von Stress.

Schlafstörungen behandeln – Was sind Symptome bei Schlafstörungen?

Grundsätzlich können die Symptome von Schlafstörungen in zwei Kategorien unterteil werden, welche jedoch auch durchaus kombiniert auftreten können.

1. Beschwerden beim Schlaf selbst
Die Betroffenen leiden oftmals unter akuten Ein- und Durchschlafproblemen, frühzeitigem Aufwachen (vor dem Wecker), nächtlicher Unruhe, Schweißausbrüchen

2. Beschwerden am Tage
Typische Beschwerden am Tage sind Müdigkeit, mangelnde Konzentration, Nervosität, Antriebslosigkeit, körperliche Erschöpfung, Grübelei, Sorgen und Schuldgefühle, Niedergeschlagenheit und Denkstörungen.

Folgen von Schlafstörungen können einen negativen bis hin zu gefährlichen Einfluss auf den Alltag haben, wie z.B. durch erhöhte Unfallgefahr aufgrund mangelnder Konzentration und Aufmerksamkeitsproblemen.

Des Weiteren können Schlafprobleme sich auf die Stimmung der Betroffenen auswirken, was sich beispielsweise in launischem Verhalten und Verstimmungen widerspiegelt und zu Problemen und Konflikten in der Familie und der Partnerschaft führen kann.

Wie kann ich Schlafstörungen behandeln?

Es gibt viele Wege und Möglichkeiten Schlafstörungen behandeln zu können, die eigene Schlafqualität zu verbessern und morgens wieder erholt aufzuwachen. Viele davon können durch Selbsthilfe herbeigeführt werden. Einige Fälle (wie z.B. schwere Schlafstörungen, sog. Insomnien) sollten Betroffene jedoch mit einem Arzt abklären, um diese Schlafstörungen behandeln zu können und wieder zu alter Lebensqualität zurückzufinden.

Doch ab wann leide ich eigentlich an Schlafstörungen? Um diese Frage zu beantworten, finden Sie unter Schlafstörungen Test eine kleine Hilfestellung.

Um Schlafstörungen behandeln zu können, gilt es vorab die genauen Ursachen abzuklären. Bei organischen oder psychischen Störungen gilt es einen Arzt zu konsultieren und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine Behandlung einzuleiten.

schlafstörungen behandeln_4In einem Erstgespräch werden dann grundlegende Punkte geklärt, anhand welcher sich der Arzt ein Bild der vorliegenden Probleme machen kann um zu entscheiden, wie sich (bestmöglich) die Schlafstörungen behandeln lassen. Im Folgenden finden Sie einige typische Fragen, die der Arzt Ihnen stellen könnte:

  • Wie äußern sich Schlafprobleme bei Ihnen üblicherweise?
  • Wann gehen Sie in der Regel ins Bett?
  • Wie lange benötigen Sie zum Einschlafen?
  • Werden Sie in der Nacht (mehrmals) wach?
  • Wann wachen Sie morgens auf?
  • Wie fühlen Sie sich am Tag? Müde? Schlapp? Antriebslos? Niedergeschlagen?
  • Haben Sie Atemprobleme in der Nacht? Schnarchen Sie?
  • Leiden Sie an bestimmten Krankheiten (organisch oder psychisch)?
  • Machen Sie nachmittags regelmäßig ein Nickerchen?
  • Sind Sie regelmäßig hohem Stress ausgesetzt (Privat und/oder beruflich)?
  • Wie sieht Ihre Arbeitssituation aus? Arbeiten Sie im Schichtbetrieb? Reisen Sie oft?
  • Nehmen Sie Schlafmittel ein? Falls ja wie lange bereits und welche?
  • Nehmen Sie sonstige Medikamente ein?
  • Haben Sie ein bestimmtes, abendliches Ritual vor dem Zubettgehen?
  • Gehen Sie zu regelmäßigen Zeiten ins Bett?
  • Trinken Sie Kaffee? Falls ja, wie viel am Tag?
  • Trinken Sie Alkohol?
  • Haben Sie bereits abends ein ungutes Gefühl wenn Sie ans schlafen gehen denken?


Wie geht es dann weiter…

Hat der Arzt sich ein Bild über die Ursachen der Schlafprobleme gemacht, kann möglicherweise noch eine körperliche Untersuchung folgen, um weitere gesundheitliche Probleme auszuschließen. Anschließend (abhängig vom Ergebnis) kann der Hausarzt den Patienten eventuell an einen Facharzt überweisen, damit dieser die Schlafstörungen behandeln kann.

Sie suchen noch immer Antworten auf  die folgenden Fragen und möchten mehr darüber erfahren, wie sich Schlafstörungen behandeln lassen:

  • Warum fühle ich mich nicht erholt, auch wenn ich länger geschlafen habe?
  • Kann Schlafmangel langfristig Schäden verursachen?
  • Wie kann ich wieder einschlafen, ohne ewig wach im Bett zu liegen?
  • Wie erreiche ich wieder einen natürlichen und gesunden Schlafrhythmus?
  • Was genau muss ich nun tun, um meine Schlafstörungen behandeln zu können und endgültig loszuwerden?

                 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.